Wer bin ich? Und was macht diesen Blog für Gründer besonders?

Wie verrückt muss einer sein, der sich heute noch selbstständig macht? Ein bisschen vielleicht. Aber nicht allzu sehr. Denn Selbstständigkeit bringt mehr als Selbstundständig, Bankgespräche, Steuerberater und Urlaubsverzicht.

Das sage ich Dir aus eigener Erfahrung. Ich, Tariq, bin 51 Jahre alt und fast mein ganzes Leben lang selbstständig. Vor einigen Jahren gründete ich die Energieagenten GmbH, ein Unternehmen mit circa 20 Mitarbeitern. Wir beraten Gewerbekunden und Privatpersonen bei der Wahl des richtigen Energieversorgers.

Ich habe vieles erlebt, was Selbstständigkeit ausmacht: Erfolg, Scheitern, kräftige Gewinne, kräftige Verluste, Hochgefühle und Tiefschläge. Denn nicht alles, was ich anpackte, wurde zu Gold. Nicht jede Idee und jedes Vorgehen erwies sich als brillant. Wahrscheinlich habe ich sogar mehr falsch als richtig gemacht. Erst jüngst ging ein Tochterunternehmen von mir in die Insolvenz (davon später mehr).

Ich lebe und arbeite im Rheinland, genauer gesagt in der Nähe von Köln. Was mich antreibt? Neugierde. Ich würde sogar sagen, dass Neugierde meine größte Antriebsfeder ist – auch für meine Selbstständigkeit (und die Leidenschaft am Vertrieb). Denn arbeite ich nicht gerade als Geschäftsführer für die Energieagenten, sitze ich keineswegs still rum und trinke einen Whiskey im Ohrensessel. Ich beschäftige mich mit Nachhaltigkeit, und wie ich sie im Unternehmen implementieren kann, schwitze über neue Arbeitsplatzmodelle, informiere mich über die Errungenschaften der Digitalisierung und erkunde meinen persönlichen Wertewandel. Beobachten, Diskutieren, Hinterfragen, Analysieren (auch das eigene Handeln), damit kann ich mich stundenlang beschäftigen.

Gründer – lebt lieber bunt

Durch meine Tätigkeit bin ich sehr viel unterwegs, halte Vorträge und schule unsere Vertriebspartner in den Themen Energie, Vertrieb und Organisation. Ich kann mich eines großen Freundeskreises glücklich schätzen. Und ich bin Teil des CitizenCircles, einer faszinierenden Gemeinschaft von ortsunabhängigen Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Menschen, die kurz dem Schritt in die Selbstständigkeit stehen. Viele Anregungen und Themen in diesem Blog stammen aus Gesprächen mit diesen Menschen.

Was veranlasst mich nun, diesen Blog zu betreiben? Die beschriebene Neugierde einerseits. Andererseits glaube ich, dass gerade Start-ups und Gründer ein einseitiges Bild der Selbstständigkeit vermittelt bekommen. Die meisten Ratgeber und hoch bezahlte Unternehmensberater behandeln Unternehmensgründung nach Schablonen. Tue dies, beachte das. Sie bewegen sich steifer als Barbie-Puppen und denken so flexibel wie eine Schildkröte. Sie glauben, Dein Kopf ist ein Aktenschrank. Es gibt ein Register für Buchhaltung, eins für Investoren, eins für Mitarbeiter-Führung etc.

Unternehmerleben ist wie Kirmes – nur wilder

Aber: Ein Unternehmerleben ist bunt, spannend und laut. Sonst macht es ja auch keinen Spaß. Mein Unternehmerdasein kommt mir eher wie eine Kirmes vor.

Die Achterbahn symbolisiert den Erfolg. Das Adrenalin, das nach einem erfolgreichen Abschluss in Dich schießt.

Die Losbudenverkäufer sind die sogenannten Experten, die Dir Tipps mit laut wummernden Lautsprechern zuschreien, aber meist nur Nieten und billige Teddybären verkaufen, die Du woanders viel günstiger bekommen würdest.

Die Zuckerwatte-Buden spiegeln die Versuchungen wider, denen Du als Firmenchef ständig ausgesetzt bist, zum Beispiel unnötige Investitionen zu tätigen.

Das Gedränge vor den Fahrgeschäften steht für das Chaos, das Du kurz vor wichtigen Entscheidungen im Kopf verspürst.

Eine Kirmes kannst Du wieder verlassen, Dein Unternehmen nicht. Nein, Selbstständigkeit ist kein Erholungsheim.

Ehrlichkeit und Erfahrung

Die Selbstständigen von heute wissen das. Ihnen ist es aber egal. Denn die Gründer, die ich treffe, eint vor allen Dingen eins: Abenteuerlust, gepaart mit Enthusiasmus. Dunkelblaue Anzüge und schwarze Kostüme gehören für diese Leute der Vergangenheit an. Und auch die Hipster mit perfekten gestutzten Bärten, die monatelang nach dem T-Shirt Ausschau halten, dessen Spruch von coolem Understatement zeugen soll, das andere meinen, er wäre die coolste Sau auf dem Planeten, sehe ich selten.

Die Gründer, die ich treffe, ticken anders.

Sie brennen für eine Idee, die sie zum Leben erwecken wollen. Mit ganzer Kraft. Deshalb reden sie mit anderen, überzeugen und begeistern. Sie berichten offen über ihre „Fails“, ihr Versuchen und Wiederversuchen und ihre Erfolge. Sie brauchen keinen Businessanzug, keine schicke Ledertasche, kein Markengehabe, keine Charity-Partys, die nur zeigen, was für ein toller Typ man ist.

Sie brauchen Ehrlichkeit und Erfahrung. Und sie beschäftigen sich mit ganz konkreten Problemen und Geschichten: Kann ich mir schon eine Mitarbeiterin oder Mitarbeiter leisten? Wie finanziere ich meine Website? Ist das überhaupt sinnvoll, was ich hier tue?

Diese Geschichten liefert der Blog „Founder-Diary“. In lebendiger Sprache, aus dem Leben gegriffen (häufig aus meinem). Der Blog ist kein Ratgeber, schon gar keine Bibel. Er richtet nicht, er lehrt nicht, er erzählt. Und wie jede gute Erzählung ist er subjektiv. Und damit nicht nur meine Sicht erzählt wird, lade ich Dich ein, mir Deine Erlebnisse zu schicken, zum Beispiel als Gastbeitrag oder Interview.

Das erwartet Dich:

Gründung, Businessplan, Investorensuche, Personalführung, Verkaufsstrategien, Entwicklung, Marketing

Was ist wichtig? Wie habe ich es gemacht? Was solltest Du auf jeden Fall vermeiden?

Weitblick, Inspiration, Erlebtes

Gestandene Unternehmen berichten über ihre Erfahrungen. Du hast selbst etwas zu erzählen? Na los, berichte es hier.

Was gibt es noch?

  • YouTube: Bewegende Erlebnisse in Bewegtbild
  • Newsletter: Regelmäßige Post für Gründer
  • Facebook: Dein Austausch-Kanal. Diskutiere mit. Erzähle selbst.

Ich freue mich auf eine spannende Zeit und auf einen intensiven Austausch mit Dir.